Inh. Birte Ernestus-Holtkamp
Leiter der Ausbildung:
Wilfried Rappenecker
Oelkersallee 33
22769 Hamburg
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Einen roten Faden in einer Behandlungsserie finden mit Meike Kockrick
Eine einzelne Shiatsu-Behandlung kann wertvoll und tiefgehend sein. Über eine
kontinuierliche Begleitung entsteht jedoch die Möglichkeit, Entwicklungen über mehrere
Behandlungen hinweg wahrzunehmen und gezielt zu begleiten.
In einer Behandlungsserie arbeiten wir mit dem, was Klient*innen jeweils mitbringen, und
suchen gleichzeitig nach einem verbindenden roten Faden. Eine Behandlungshypothese kann
dabei Orientierung geben: Sie hilft, unterschiedliche energetische Dynamiken miteinander in
Beziehung zu setzen, Behandlungsschwerpunkte zu entwickeln und Veränderungen im
Verlauf wahrzunehmen – ohne den Prozess festzulegen.
Anhand von körperlichen Beschwerden betrachten wir Symptome aus Sicht der TCM und
verbinden diese mit der individuellen Berührungsdiagnose von Hara und Rücken. Dabei geht
es auch um die Frage, welche energetischen Muster und Organsysteme im jeweiligen Prozess
eine besondere Bedeutung haben.
Bei seelischen Beschwerden und Lebenskrisen erweitern wir den Blick: Welche Fragen
ermöglichen einen sinnvollen Übergang in die Körperarbeit? Wie können Ressourcen genutzt
werden, damit Klient*innen ihre Gefühle besser wahrnehmen und halten können?
Wenn chronischer Stress oder Trauma eine Rolle spielen, rückt die Fähigkeit zur
Selbstregulation in den Mittelpunkt. Wir beschäftigen uns mit den Zeichen von Regulation
und Dysregulation und nutzen das Konzept des Fensters der Toleranz als Orientierung für
eine regulierende und resilienzfördernde Behandlung.
Die Fortbildung lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, Behandlungshypothesen
zu entwickeln und den individuellen Prozess von Klient*innen über mehrere Behandlungen
hinweg bewusster zu begleiten.
Der rote Faden ist dabei kein festgelegter Behandlungsplan, sondern eine lebendige
Orientierung, die sich mit jeder Behandlung weiterentwickelt.
Meike Kockrick
Meike Kockrick ist Heilpraktikerin und GSD-anerkannte Lehr-Therapeutin. 1987 begann sie Shiatsu zu studieren und unterrichtet eigene Kurse, sowie Kurse in allen Teilen der Ausbildung an der Schule für Shiatsu Hamburg und ist Referentin auf deutschen und europäischen Shiatsu Kongressen.
Seit 2003 integriert sie die Traumatherapie Somatic Experiencing (SE), sowie die Arbeit mit Bindungsdynamiken nach D. Poole Heller und das NeuroAffektive Beziehungs Modell (NARM) nach L. Heller in ihre Shiatsupraxis und hat eine mehrstufige Weiterbildung zur Behandlung traumatischer Belastungen im Shiatsu entwickelt. Zusammen mit Wilfried Rappenecker ist sie Ko-Autorin des Buches „Atlas Shiatsu”, das im Elsevier Verlag erschienen ist.
